Auf die harte Tour

Gleitschirm Eigertour Edition 4 2020

Mittwoch 7. Juli 2021; 19 h

Angeführt vom frisch gebackenen 7-fachen X-Alps Sieger Chrigel Maurer starten heute Mittag in Grindelwald 81 Piloten und 4 Pilotinnen aus 15 Nationen und drei Kontinenten zur vierten Ausgabe der Eigertour. Heute und morgen steht auf Grund des schlechten Wetters ein harter aber taktisch interessanter Wettkampf an. Ab Freitag sollten die Bedingungen dann längere Flüge zulassen und die Marschstrecken verkürzen.

Auf https://eigertour.rocks kann alles Wissenswerte über die Tour erfahren werden. Besonders interessant natürlich das Livetracking, wo die aktuellen Positionen der Piloten verfolgt werden können. Es gibt 2 Rennkategorien, die Pros und die Challangers mit unterschiedlich schwierigen Strecken. Zusätzlich können Neupiloten in der sogenannten Academy sich an das Rennniveau herantasten oder sogar unter Anleitung erste Erfahrungen mit dem Sport sammeln. Ganz anders sind die Herausforderungen bei den Pros. Die vorgegebene Strecke führt zuerst nach Adelboden, dann erstmalig über die Berner Alpen ins Lötschental und Goms und schliesslich durch das Grimselgebiet zurück ins Oberland wo eine Schlussrunde zum Niesen wartet. Das Ziel ist auf dem Eigerplatz in Grindelwald, nach Landung in Grindelwald Grund und Schlussspurt durch den Endweg. Die Piloten werden dort Samstag Nachmittag erwartet. Die Challanger bleiben auf ihrer ebenfalls sehr schwierigen Route im Berner Oberland.

Die Schlechtwetterverhältnisse und die Unsicherheit über Aufhellungen, Regen sowie Wolkenbänke stellten die Piloten heute vor taktisch knifflige Entscheide: Soll ich den direkten Weg mit steilen Aufsteigen wählen, oder lieber den Talachsen folgen? Wie hoch darf ich aufsteigen um nicht plötzlich im Nebel zu hocken und nicht mehr starten zu können? Wo könnte es dem Hang entlang eventuell noch ganz leichte Aufwinde geben? Neben grosser Erfahrung brauchte es dazu sicher auch eine Portion Glück, sind solche Bedingungen im Detail doch sehr schwer zu prognostizieren.

Am besten lösten diese Aufgabe bisher Nicola Hediger, Sebastian Weber, Lars Meerstetter und René Mühlemann. Sie befinden sich kurz vor Adelboden. Etwas in Rücklage geriet heute Nachmittag Topfavorit Maurer, was das Ganze natürlich sehr spannend macht. Aber das ist ja erst der Anfang und es warten noch gewaltige Hindernisse auf die Teilnehmer.

Auf diesem ersten Streckenteil ist auch ein Vergleich mit den Challangern interessant, da sie ebenfalls Adelboden ansteuern. Durch Zusatzbojen auf den direkten Weg gezwungen, hielten sie sehr gut mit den Pros mit, was einmal mehr zeigt, dass der kürzeste Weg, trotz hoher Hindernisse meist eine sehr gute Wahl ist.

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