Ordnung muss sein

Gleitschirm Eigertour Edition 4 2020

Freitag 9. Juli 2021; 20.30 h

Nach dem Chaos des gestrigen Gewittertages ist wieder die Ordnung in den Kosmos zurückgekehrt. Das betrifft auch die Rangliste wo Chrigel Maurer deutlich die Spitze übernommen hat. Ganz spannend ist das Finale in der Challanger Kategorie.

Das flexible Eigertourreglement erlaubt Streckenänderungen für den folgenden Tag. So kann auf das aktuelle Wettergeschehen reagiert werden. Wurde der Parcours auf Grund der Rennpause am Vortag um 2 Hütten reduziert, konnte heute wenigstens der Niesen wider in das Schlussprogramm aufgenommen werden. Was auch schon besagt, dass die Teilnehmer eher besser vorankamen und mehr fliegen konnten als angenommen. Insbesondere die heikle Passage zwischen Lauteraar- und Glecksteinhütte konnte von den Spitzenpiloten fliegerisch auf der Route um die Engelhörner gemeistert werden. Gemeistert ist wohl auch der richtige Ausdruck, übernahm doch der Champion deutlich die Führung. Der 4. Sieg an der 4. Tour dürfte ihm kaum noch zu nehmen sein. Er schloss bereits Ausgangs Lötschental zur Spitze auf, zog im Goms und Grimselbebiet kontinuierlich davon und konnte am Abend von einem günstigeren Timing profitieren und davonziehen. Er übernachtet auf dem Niesen. Derweil haben auch die Verfolger Gleckstein und Bäregg geschafft. Sepp Inniger konnte zu ihnen aufschliessen, aber Nicola Heiniger hat sich mit einer feinen Abendperformance in eine vielleicht noch bessere Position für Rang 2 gebracht. Zurückgefallen ist nach einer unglücklichen Gomspassage Chrigels Bruder Michael Maurer.

Unglaublich spannend das Rennen bei den Challangern Thomas Ullrich führte bis unter den Eiger, wurde aber in einem Kopf an Kopf Rennen im Aufstieg zum Eigergletscher von Noé Court überholt. Thomas will mir und meinen Einschätzungen offensichtlich eins auswischen. Zu meiner Verteidigung könnte gesagt werden, dass es im zentralen Oberland etwas weniger gut flog als im Wallis und Grimselgebiet, aber das wäre ungerecht gegenüber Thomas, hat der doch auch gerade unter dem Schirm und nicht nur mit diesem am Rücken überzeugt. Seine jüngeren Mitstreiter Court muss sich jedenfalls gewaltig ins Zeug legen um den Oldie abzufangen. Wicky und Zwiebel sind zwar nur wenig zurück, aber angesichts des kurzen Restprogramms Eigergletscher-Grund-Ziel Eigerplatz dürften sie sich nur noch um das Podest streiten. Mit Serena Ronchi liegt die beste Frau auf dem beachtlichen 34 Rang.

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